Der Clown im Internet |
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Eine kleine Autobiografie
Als ich an einem strahlenden Sommersonntag das Licht der Welt erblickte, wurde ich gleich mit Schlägen empfangen. Ich musste also schon am ersten Tag meines Lebens erfahren, dass die Grossen immer auf den kleinen rumhacken. So dachte ich mir: "Nun gut! Dann werde ich eben gross und stänker selber mit den Kleinen.". Bald merkte ich jedoch, dass es immer einen gab, der grösser war als ich. Ich wuchs in einem Aussenbezirk von Westberlin sehr behütet
auf. Meine Eltern gaben sich jede erdenkliche Mühe, aus mir einen "anständigen"
Menschen zu machen. Das Ergebnis kann man auf den Bildern von mir bewundern. Als
typische Angehörige der Nachkriegsgeneration haben sie mir fast jeden Wunsch erfüllt.
Nur einen Hubschrauber habe ich von ihnen nie bekommen.
Mit 6 Jahren wurde ich eingeschult. An der Tür zu meinem Klassenraum stand "1. Klasse" und das obwohl sich nur Holzstühle darin befanden. Nachdem ich diesen wie auch einige andere Fehler unseres Schulsystems entdeckt hatte, (Ich musste zum Beispiel lernen, woher der "gelbe Fluss" in China seinen Namen hat. Er führt nämlich Sand aus der Wüste Gobi mit sich, weshalb er gelb ist. Mir hat jedoch niemand erklärt warum der Rhein "Rhein" heisst, rein ist der doch wirklich nicht.) konnten sich meine Lehrer nicht darüber beklagen, dass ich den Unterricht störte. Ich war nämlich nur sehr selten da. Das ging soweit, dass mein Musiklehrer in 10. Klasse behauptete mich nicht zu kennen, obwohl ich Unterrichtsmitschriften angefertigt hatte. Na jedenfalls war ich, was sich erst später änderte, immer schön artig. Apropos "Wüste Gobi"! Ich kenne nur eine wüste Geli. Womit wir dann beim Thema Frauen wären, das ich auf Grund einiger böser Erfahrungen, die diese mit mir machen mussten, einfach überspringe. Aus meiner Lehre als Elektroinstallateur, die ich um meinem Lehrherrn zu entfliehen, schon nach 3 Jahren, also ein halbes Jahr früher erfolgreich abschloss, ist mir die Erinnerung an mein erstes Bier während der Arbeitszeit besonders präsent geblieben. Als Lehrling durfte ich kein Bier auf der Baustelle trinken. Wenn jedoch Samstags gearbeitet wurde, war ich kein Lehrling sondern als Helfer auf dem Bau. So bekam ich von einem der Gesellen ein Bier in die Hand. Wir standen in einem Kellergang unter einer offenen Abzweigdose und der Geselle, der den zugehörigen Schalter betätigt hatte, fragte mich warum dieser nicht funktionierte. Ich antwortete also: "Das liegt an diesen bei... ". Im selben Moment lag meine Bierflasche zersplittert auf dem Boden. Ich hatte nämlich während meiner Worte die beiden Drähte der Zuleitung berührt und weil diese unter Spannung standen, einen Schlag bekommen.
Ich hatte, im Rahmen meiner Tätigkeit als Vorstandsmitglied des Rock'n'roll Oldies Club mit den Vorbereitungen der Geburtstagsfeier für Elvis Presley am 8. Januar 1986, unter Anderem mit der Erstellung eines Programmheftes zu tun. Es war uns gelungen Ted Herold zu verpflichten und wir hatten verschiedenes Bildmaterial erhalten. Leider ließ sich keines der Bilder mit unseren Mitteln reproduzieren, so daß ich in einer "Hau-Ruck-Aktion" nebenstehendes Bild zeichnete. Eine von drei Kopien erhielt Ted Herold, während eine weitere mit einem Autogram des dargestellten bis zur Auflösung des Vereins in den Vereinsräumen hing. Die letzte ebenfalls signierte Kopie befindet sich meines Wissens im Besitz meiner damaligen Frau. Ein paar Jahre später habe ich dann für einen befreundeten Sänger, der gern den Elvis Presley Titel "Can't help falling in love" singen wollte aber kein Englisch konnte, meinen ersten Songtext geschrieben. Dadurch wurden noch andere Sänger auf mich aufmerksam und ich schrieb noch einige Texte andere Künstler. Einer dieser Künstler war es dann auch, der mich drängte das Publikum mit mit meinen Sangeskünsten zu belästigen. Er hatte mich im Auto bei einer Fahrt zu einem seiner Auftritte, den ich organisiert hatte, singen gehört und holte mich während des Auftrittes auf die Bühne, drückte mir sein Mikrofon in die Hand sagte: "So! Nun mach mal!". Da oben so allein gelassen gibt es nur eins: "The show must go on!". Also musste ich, wenn ich mich nicht vollends blamieren wollten, gute Miene zum bösen Siel machen und einen Titel singen. Zu meinem Erstaunen bekam ich trotz Frosch im Hals und hochroter Birne vom Publikum Applaus. So tingelte ich unter dem Namen "Steve Norman" - klingt fast wie der von Smokie (nicht die Stimme, der Name)- durch das Berliner Nachtleben. Meine Karriere endete dann abrupt mit meinem Entschluss ohne Geld durch Europa zu reisen. Was ich einige Jahre lang tat, obwohl ich zwischenzeitig immerwieder nach Berlin zurückkehrte. Meine Erlebnisse aus dieser Zeit werden wohl irgendwann auch den Weg in diese Textsammlung finden. Wird fortgesetzt ... |
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